Das erste Haltungsmuster, das ein Doppelkinn fördert, sind hochgezogene Schultern. Diese führen zu Verkürzungen der vielen kleinen Muskeln zwischen den Rippen und den großen im Brustkorbinneren. Die Halsmuskulatur wird verkürzt und gestaucht, der Hals wirkt gedrungen. Die Abhilfe für diese Doppelkinn-Haltung: aufspannen, Muskeln am vorderen Brustkorb dehnen, mit dem Zungenende am Gaumendach pulsieren.
Das andere Doppelkinn fördernde Haltungsmuster kommt vor allem bei kleiner gewachsenen Frauen vor: Um zwei bis drei Längenzentimeter herauszuschinden, wird das Kinn hochgereckt. Die Halsmuskulatur wird dadurch vorne überstreckt und hinten verkürzt. Das ergibt die Illusion der Faltenlosigkeit von vorne, hinten unterteilt sich der Nacken oft mit einer gründlichen Querfalte in einen Ober- und einen Unternacken. Sobald der Kopf gerade steht, wirft auch das Kinn Falten.